Mehr FTTH- als FTTLA-Neuabschlüsse
Die ARCEP (französische Regulierungsbehörde für elektronische Kommunikation) hat ihre Beobachtungen zu hohen und sehr hohen Datenübertragungsraten veröffentlicht. Auch wenn ADSL und die von Numericable betriebene Technologie den Markt weiterhin ankurbeln, steht ihnen die FTTH-Technologie mit dem bisher besten Quartalsabschluss nach einem bereits exzellenten letzten Quartal 2012 in nichts nach. Starten Glasfaseranschlüsse bis in die Haushalte endlich durch?
Mit 51'000 Neuabonnenten im ersten Quartal 2013 hat der FTTH-Markt im Vergleich zu ADSL mit 168'000 Neukunden im selben Zeitraum noch eine begrenzte Reichweite. Trotzdem übertrifft FTTH damit den FTTLA-Markt, der mit 54'000 Neukunden im Bereich der Datenübertragungsraten von über 100 Mbit/s zwar zugelegt, aber gleichzeitig 5'000 Kunden im Bereich der Übertragungsraten zwischen 30 und 100 Mbit/s verloren hat, was einer Bilanz von 49'000 Neuabschlüssen entspricht.
In Anbetracht der uns zur Verfügung stehenden Informationen ist diese Neuigkeit wenig überraschend. Bereits das Vorquartal (Rekord) war ermutigend, und vor allem Orange hat mit der Rekrutierung von fast vier Mal mehr FTTH- als ADSL-Abonnenten für eine Überraschung gesorgt. Das ist eine Premiere, die einen Wendepunkt in diesem Sektor darstellt, auch wenn sie die anderen Konkurrenten noch nicht betrifft. Es ist zu beachten, dass SFR, ohne Zahlen zu nennen, eine „Beschleunigung bei der Rekrutierung von Glasfasernetz-Kunden“ feststellte. Leider äussert sich Free immer noch nicht zu diesem Thema.
Gemäss ARCEP waren am 31. März bereits 2,405 Millionen Haushalte ans FTTH-Netz angeschlossen, was einer Zunahme von 240'000 zugelassenen Haushalten in drei Monaten oder 825'000 zugelassenen neuen Haushalten in einem Jahr entspricht. Mehr als die Hälfte dieser Haushalte (52,4%) werden genossenschaftlich verwaltet. ARCEP fügt an, dass von diesen Haushalten 326'000 ausserhalb der sehr dicht besiedelten Gebiete liegen und 420'000 über zugelassene öffentliche Netze angeschlossen sind.