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Die eCity Conference auf den Punkt gebracht

Nach sieben spannenden Referaten setzte David Bosshart, CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts, den Schlusspunkt: Mit einem Management Summary erster Güte, geprägt von seinem analytischen Flair.

Die Referate waren so vielfältig, dass es für den Laien ein Ding der Unmöglichkeit scheint, einen gemeinsamen Nenner herauszuarbeiten. Bosshard versuchte es trotzdem und goss die Quintessenz der Konferenz in einen Satz: «It’s the business model, stupid !» Entscheidend sei das richtige Geschäftsmodell, führte Bosshard aus. Es lohne sich, darüber nachzudenken, wie es aussehe, welche Strukturen und Führungskräfte es erfordere und was es den Kunden bringen soll – über die Gegenwart hinaus. Dazu fasst Bosshard die Konferenz zu dn Themen Konvergenz und Wandel in folgenden Merksätzen zusammen:

  • Eine entscheidende und auch politische Frage für alle Akteure im Infrastrukturbereich lautet: Von wem wollen wir in Zukunft abhängig sein?
  • Bewahren geht nicht. Immer mehr von dem, was kommt, hat nichts mit dem zu tun, was war. Verlassen Sie das Erfahrungsgefängnis!
  • Wollen Sie gestalten und programmieren oder programmiert werden?
  • Denken Sie nicht mehr in Silos und Branchen, sondern in sinnvollen Kooperationen.
  • Konvergenz führt überall zu hybriden Welten – können Sie mit Spannungen umgehen?
  • Technologischer Wandel ist unberechenbar und komplex: Es gilt, das «Window of Opportunity» zu erfassen und zu nutzen.
  • Verlangt ist strategische Klugheit, im richtigen Moment zu entscheiden und die operative Konsequenz, eine Entscheidung auch umzusetzen.
  • Experimentieren bringt die Lernkurve voran.
  • Nicht alle Marktteilnehmer haben die gleich langen Spiesse. Es stellt sich somit die Frage: Wem trauen?
  • Die richtigen Partnerschaften sind zu hegen und zu pflegen.
  • Die richtigen Führungskräfte mit entsprechenden Kompetenzen aufbauen und entwickeln.
  • Es braucht Lockerheit im Umgang mit Veränderungen: eine kritische Haltung verbunden mit einer produktiven Lust gegenüber neuen Trends.
  • Gerade im Wandel braucht es Durchsetzungsstärke und einen langen Atem.

Merksätze, die dabei helfen können, die ungewisse Zukunft in der Telekom- und in der Energiebranche zu meistern. «Was im Wandel auf dem Spiel steht?», fragt Bosshard. Und liefert die Antwort gleich selber. «Ich würde sagen: fast alles. Denn im digitalen Zeitalter werden nur jene Anbieter überleben, die gestärkt aus dem Wandel hervorgehen.»