Der EU-Gerichtshof hat das Datenschutzabkommen zwischen der EU und den USA für ungültig erklärt. Das bietet der Schweiz die Chance, sich als Cloud-Standort zu profilieren. Voraussetzung dafür ist eine optimale Dateninfrastruktur auf der Basis von Glasfasern.
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat das Safe-Harbor-Abkommen mit den USA für ungültig erklärt. Wörtlich hiess es in einer Mitteilung des EuGH zum Urteil vom 6. Oktober: "Der Gerichtshof erklärt die Entscheidung der Kommission, in der festgestellt wird, dass die Vereinigten Staaten von Amerika ein angemessenes Schutzniveau übermittelter personenbezogener Daten gewährleisten, für ungültig.»
Seit dieser Entscheidung klingelt das Telefon von Thierry Mottiez, Geschäftsführer des Hosting-Unternehmens Krios in Sion, ununterbrochen. „10 Minuten nachdem die Entscheidung angekündigt wurde, erhielten wir schon erste Anrufe von beunruhigten Personen, die Informationen verlangten oder Kunden werden wollten”, erzählt er.
Die Entscheidung hat Unternehmen, Ämter und Privatpersonen, die ihre Daten auf Servern oder „Clouds“ von amerikanischen Unternehmen wie den Webgiganten Google, Facebook, Microsoft oder Apple ablegen, in einen Schockzustand versetzt.
Seit der Gerichtshof in Luxemburg die Übermittlung von personenbezogenen Daten aus Europa in die USA für ungültig erklärt hat, sind sich die Kunden von Unternehmen auf der anderen Seite des Atlantiks den Risiken missbräuchlicher Verwendung oder des Hacking von Informationen, die sie den Unternehmen anvertraut haben, bewusst geworden.
Im Anschluss daran kann die Schweiz, sowie alle anderen europäischen Länder, das Safe-Harbor-Abkommen, das mit den USA geschlossen wurde, kündigen. Das Abkommen umfasst die Datennutzung von europäischen Internetbenutzern durch nahezu 4'500 amerikanische Unternehmen. Das Abkommen kann aber auch neu verhandelt und striktere Bedingungen können ausgemacht werden. Dies ist Grund genug, die Stellung von schweizerischen Datenzentren auf dem digitalen Speichermarkt zu stärken.
Entscheidender Faktor im Datenspeichergeschäft ist die Breitbandinfrastruktur. Krios zum Beispiel greift für die Speicherung auf zwei Datenzentren in Sion und Lausanne zurück. Die Informationen werden synchron an beiden Standorten abgespeichert, mithilfe einer neuen, auf Glasfaser basierenden Infrastruktur. Damit werden die Übertragungszeiten so kurz wie möglich gehalten.
Quellen: Netzwoche, Libérte
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