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Das Projekt eines ehemaligen Standespräsidenten

Mit dem Projekt «miaEngiadina» soll das Engadin an die digitale Welt angeschlossen werden und dadurch eine wichtige Infrastruktur für den lokalen Tourismus schaffen. Das personelle Netzwerk dazu ist bereits geknüpft.

Im Engadin ist der Name Not Carl sozusagen ein Synonym für Netzwerk – einerseits aufgrund seiner vielfältigen Funktionen in der Energiebranche, andererseits aber vor allem auch durch sein Beziehungsnetz. Nun hat sich der 66-jährige ehemalige Standespräsident aus Scuol ein ehrgeiziges neues Ziel gesetzt. Das Engadin soll durch ein Glasfasernetz erschlossen werden und dadurch Anschluss an die digitale Welt erlangen, um somit neue Perspektiven als Wohn- und Arbeitsort sowie als Tourismusdestination erhalten.
Unlängst präsentierte Not Carl im Bad Scuol das Projekt «miaEngiadina», wenige Stunden nachdem die Bündner Regierung bekannt gegeben hatte, dass sie das Entwicklungskonzept Unterengadin im Rahmen der neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) mit einem Beitrag von 365‘000 Franken unterstützen wird.
Mit Jon Erni, früher Geschäftsleitungsmitglied von Sunrise und heute Leiter Grosskunden von Microsoft Schweiz, sitzt im Steuerungsausschuss des Projekts ein Mann mit einem direkten Draht zur IT-Branche. Seine Schwester Antonia Albani, Wirtschaftsinformatikerin und Assistenzprofessorin an der Hochschule St. Gallen, wird zudem die Leitung des Projekts zur Schaffung eines Innovationszentrums, eines sogenannten «Mountain Hub», übernehmen.