Die Gemeinde Schönholzerswilen will ein eigenständiges Glasfasernetz aufbauen, nachdem private Anbieter wie Swisscom abgewinkt haben. Die Investitionen sind für die kleine Gemeinde zwar beträchtlich, doch der erwartete Nutzen ist es auch.
Gemeindeversammlung vom 25. November im idyllischen Schönholzerswilen: Mit 54 Ja- gegen 14 Nein-Stimmen und 22 Enthaltungen genehmigen die Bürgerinnen und Bürger den Baukredit von 1,8 Millionen Schweizer Franken für das neue Glasfasernetz. Mit diesem klaren Votum entscheiden sie sich für die digitale Unabhängigkeit in ihrer Kleinstgemeinde.
Die 330 Liegenschaften auf Gemeindegebiet sind weit über 28 Dörfer, Weiler und Höfe verstreut. Heute verbinden Kupferdrähte die Bewohner via Telefon, Internet und Fernsehen mit der Aussenwelt, im gemächlichen Tempo. Allen Einwohnern von Schönholzerswilen schnellen Zugang dank eines Glasfasernetzes zu ermöglichen, kam für private Anbieter nicht in Frage. «Es gab Gespräche mit der Swisscom, aber deren Vertreter machten uns gar keine Hoffnungen. Sie wollen bei uns kein flächendeckendes Netz aufbauen, da es viel zu teuer sei», sagt Gemeindepräsident Fredy Oettli.
Also hat der Gemeinderat mit der Elektrizität Thurgau Kontakt aufgenommen und berechnen lassen, dass ein gemeindeeigenes Netz rund 1,8 Millionen Schweizer Franken kosten würde. Eine beträchtliche Investition für die wenigen Steuerzahler der Gemeinde. Aber auch eine gute, ist der Gemeinderat überzeugt. Und die Gemeindeversammlung folgte seiner Argumentation.
Gerade für eine abgelegene Gemeinde sei eine leistungsfähige Telekominfrastruktur zentral, sagt der zuständige Gemeinderat Ernst Schärrer. Für den Bau kann die Gemeinde Synergien nutzen. «Wir haben den Vorteil, dass ohnehin an einigen Werkleitungen Sanierungsarbeiten getätigt werden. In diesem Zusammenhang jeweils noch ein Leerrohr für Glasfaserkabel einzulegen, ist nur ein kleiner Aufwand», so Schärrer.
Stückweise soll nun in den kommenden fünf bis sechs Jahren das ganze Gemeindegebiet erschlossen werden. Laut Berechnungen der EKT und der Beratungsfirma «Click to Move» dauert es rund 20 Jahre, bis die Investitionen amortisiert sind.
Quelle: St. Galler Tagblatt
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