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Nidwalden: Datenautobahn durchzieht den Kanton

Das Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) baut sukzessive ein flächendeckendes Glasfasernetz im Kanton auf. Bisher aber nur bis in die Strassen. Bis auch die Hausanschlüsse am Glasfasernetz angeschlossen sind, dauert es noch eine Weile.

367 Kilometer Glasfaserkabel hat das Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) bis jetzt im Kanton verlegt. «Betrachtet man die einzelnen Fasern, sind das 38‘789 Kilometer», sagt EWN-Direktor Christian Bircher. «Wir sind dabei, unser Netz kontinuierlich auszubauen.», so Bircher. «Wenn wir Hoch- oder Niederspannungsleitungen ausbauen, verlegen wir auch Glasfaserkabel.» Der Backbone – das Rückgrat – des EWN-Glasfasernetzes führt entlang der A2. «Weil derzeit die Autobahn saniert wird, erlaubt uns dies, auch den Backbone auszubauen», sagt der EWN-Direktor.
Das Elektrizitätswerk setzt das Glasfasernetz für zahlreiche Nutzungen ein. Zunächst für das eigene Netz. «Wir betreiben einen so genannten Multiplexring, über den Telefongespräche, Messdaten, aber auch Schaltbefehle und Videosignale laufen.» Banken würden verschiedene Dienstleistungen über Glasfaser beziehen, erwähnt Bircher. «Weiter liefern wir dem Kanton Fasern für Datenverbindungen.» Viele Firmen nutzten Punkt-zu-Punkt-Verbindungen über Glasfaser. «Ein grosser Bereich ist natürlich das Kabelfernsehen Nidwalden. TV-, Internet- und Telefonsignale laufen ebenfalls über das Glasfasernetz.»
Vom Backbone aus erfolgt die Feinverteilung in die Ortschaften. Dort ist jedoch vorläufig Schluss: «Derzeit reicht das Glasfasernetz rund 100 Meter an die Häuser heran», sagt Bircher. Von dort aus erfolge der Anschluss der Gebäude über herkömmliche Kupferkabel. «Fiber to the home», das heisst Glasfaserkabel bis ins Haus, sei in Nidwalden noch eher die Ausnahme, für die Zukunft aber fest eingeplant.

Quelle: Neue Nidwaldner Zeitung